Dungeons & Dragons ~ S00E07 ~ Recap

Nachdem die Vier den Unterschlupf der Kultisten untersucht hatten, verbarrikadierten sie alle Öffnungen und bereiteten sich für die Nacht vor. Die unheimliche Stille über den Ruinen von Thundertree bestand immer noch. Nur ein unspürbar seichtes Grollen konnte man Nachts vernehmen, wenn man wusste, wonach man lauschen muss.

Bei Anbruch des neues Tages machten sich die Helden auf, die restlichen zerstörten Häuser zu untersuchen. Neben ausgeräumten und zerstörten Gebäuden im Nordwesten fanden sie eine Statue auf etwas, dass mal ein Stadtplatz gewesen sein könnte.

Die Statue besteht aus Holz, ist stark verwittert und neigt sich stark zu Seite. Quara erklärte den Anderen, dass Palien dort abgebildet sei. Eine Heldin aus Neverwinter die in beinahe vergessenen Zeiten die ersten Grundsteine Thundertrees gegen viele Monster des Waldes verteidigt hatte.

Hinter der Statue fanden die Abenteurer ein relativ intaktes Gebäude, jedoch gewährte ein Blick durch die kaputten Fenster einen Blick auf aschebedeckten Boden. Es wurde einstimmig beschlossen, hier nicht unbedingt einen Blick hineinwerfen zu müssen.

Die Vier sahen sich gegenseitig an. Es blieb nurnoch ein Gebäude gänzlich unerforscht, und die Informationen sie bisher gesammelt hatten, deuteten stark darauf hin, dass sich dort ein Grüner Drache befinden konnte. Angeblich war es ein junger Drache, aber ein Drache nichtsdestotrotz.

Als sie mit weniger Elan als sonst in Richtung des Hügels gehen, sahen sie Reidoth auf sie zulaufen. Er hatte sie beobachtet und ahnte nun bereits, was sie vorhatten, weswegen er sie drängte ihm zu folgen statt den Hügel hinaufzusteigen.

Die Abenteurer waren äußerst skeptisch ob der Intentionen des Druiden und folgten ihm einigermaßen widerwillig.

Seine kurz angebundene Art war auch nicht hilfreich dabei dem Misstrauen den Wind aus den Segeln nehmen.

Er bat die Vier sich um ein Feuer in der Mitte seiner Behausung zu setzen und begann in dem Zimmer herumzuwuseln, nahm Phiolen aus Schränken und hing Kräuter die an den Wänden zum trocknen hingen ab und begann diverse Zutaten in scheinbar zufälliger Reihenfolge ins Feuer zu werfen.

Erst geschah nur, was man erwartete, wenn man trockenes Gras in ein Feuer gibt: Das Feuer brannte höher. Aber nach und nach entstand ein bläulich grüner Dunst im Zimmer. Aus dem Feuer stieg dichter Rauch oder Dampf auf, dessen Farben zwischen grün und blau wechselten.

Den Helden wurde es zu viel und sie wollten aufstehen und gehen, jedoch wurde jedem, der das versuchte schwarz vor Augen.

Als alle vier dies zu unternehmen versuchten, kamen sie wieder zu sich, standen aber vor der Tür der Druidenbehausung und hörten im Inneren die Geräusche des umherhuschenden Reidoth. Niemand reagierte auf das Klopfen an der Tür und aus dem Kamin stieg grauer Rauch auf.

Völlig unbewusst darüber, was soeben mit ihnen geschehen war, sammelten die Vier ihren Mut und begannen den kurzen Aufstieg zu dem Turm, der die Stadt überblickte.

Der Turm

Oben angekommen sahen sie Überreste eines Kampfes, links ab vom Weg lagen zwei Riesenspinnen mit aufgeblähten Körpern. Nähere Betrachtung zeigte auch starke Blasenbildung und Bissspuren einer großen Kreatur.

Als sie die Monsterleichen untersuchten vibrierte die Luft durch ein tiefes Grollen aus dem Turm. Eine zischende Stimme sprach aus dem Turm zu den Helden:

Abenteurer! Ich weiß, dass ihr da draußen seid....

Mit dem Druiden habt ihr gesprochen, nehme ich an. Ich kann euch selbst von hier riechen. Ich weiß, dass der Druide will, dass ich gehe, damit er meinen Schatz für sich haben kann. Es besteht kein Zweifel, dass Ihr dieselbe Absicht verfolgt.

Also... Wenn ihr eine Schlacht wollt, werde ich euch diese nicht verwehren, aber ich hoffe sehr, dass man mit Euch verhandeln kann.

*Wenn euch euer Leben lieb ist, solltet ihr mich anhören. Ich komme mit der weißen Fahne des Friedens, wie es der menschliche Brauch verlangt.

Tretet in mein Haus und es soll euch nichts geschehen.

Verschreckt blicken sich die Vier gegenseitig an und fingen leise an sich zu beraten, ohne auch nur einen Moment daran zu denken, der geheimnisvollen Stimme zu antworten.

Sollten sie antworten? Weglaufen? Das Haus betreten? Sie konnten sich nur schwer einigen, aber als Merric einfach drauf los in die Hütte vor dem Turm lief blieb den Anderen nicht viel anderes übrig. Sie konnten ihn ja schlecht alleine lassen.

Während sie die Hütte betraten und sich vorsichtig darin umsahen vernahmen sie erneut die Stimme:

Die einfache Wahrheit ist, dass dieser Kampf ausgeglichener ist, als ich es vorziehe.

Ich werde euch vernichten, aber ich wäre danach gezwungen, meine Wunden zu behandeln und in der Zwischenzeit wäre ich ein leichtes Ziel für einen Angriff meiner Halbschwester!

Ich bin wahrscheinlich nach euren Maßstäben böse, aber ich bin nicht verrückt. Ich bevorzuge sehr viel lieber Kämpfe, die ich mit sehr großer Gewissheit gewinnen kann.

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DUNGEONS & DRAGONS ~ S00E07 ~ Recap

Im Vorraum zum Turm fanden sie an die Wände gerückte Möbel, allesamt verstaubt und von Spinnweben behangen. Lange Zeit war hier niemand mehr. Eine Tür die zum Turm führte stand ein wenig offen und Merric lugte durch die Öffnung in das Erdgeschoss des Turmes hinein.

Durch ein großes Loch im Dach fiel Sonnenlicht herein und der Staub in der Luft machte jeden einzelnen Strahl sichtbar. Der Raum jedoch, war bis auf ein paar Stützsäulen am Rande, die das Obergeschoss hielten, leer.

Gegenüber der Tür am anderen Ende des Turms konnten die vier eine zerstörte Holztreppe sehen, die einst ein bequemer Weg nach oben war, nun aber unbrauchbar schien.

Diesmal hörten die Vier die Stimme ganz deutlich aus dem Turm kommen:

Zugegeben, ich bin ziemlich voll gerade. Eine andere Gruppe hat unlängst versucht, mich zu töten.

Sie waren nicht bereit zu verhandeln. Hielten mich für einen Lügner.

Oh.... Der Druide hat euch nichts davon erzählt?

Wieder blickten sich die Vier ratlos an. Sollte Reidoth der Böse sein?

Lasst uns unsere Waffen wegstecken.

In der Höhle eines Drachens willkommen geheißen zu werden, zeigt Vertrauen und ist eine Ehre, gegen die sich kein Drache zu stellen vermag!

Ich eröffne euch das drakonische Gästeritual, mein Heim zu betreten und unbeschadet zu verlassen.

Möge Tiamat diejenigen erschlagen, die sich diesem Ritus widersetzen!

Überzeugt von dieser Aussage öffnete Merric die Tür einen Spalt weiter und bewegte sich einige Schritte in den Raum hinein. Die anderen Drei folgten ihm vorsichtig, sich stetig umblickend.

Der Lichtkegel, der durch das Dach hereinbrach, beleuchtete die Mitte des Raumes. Die Abenteurer bewegten sich etwas durch den Turm und untersuchten die Säulen und Wände, konnten aber nichts besonderes ausmachen.

Durch das Loch im Dachboden und Dach des Turmes hörten sie jetzt ganz genau und viel weniger Tief die Stimme leise sagen:

Mehr ihrer Spione sind in der Nähe. Ich kann es fühlen... wir müssen jetzt flüstern.

Und im selben Augenblick sahen sie einen grünen Kopf eines Drachen aus dem Loch hervorschauen, den Blick stetig zwischen den Abenteurern wechselnd, so breit wie zwei Pferdeköpfe, geschuppt, gehört und giftig grün.

Als der Drache sprach fing er an langsam aus dem Loch an der Wand im Kreis herunterzukriechen.

Mit der Eleganz einer Katze und dem nervösen Blick eines in die Enge getriebenen Tieres bewegte er sich gegen den Uhrzeigersinn an der Turmwand entlang und flüsterte beinahe:

Versteht ihr, ich brauche einen kleinen Gefallen.

Ja.

Kommt näher zusammen, jetzt.

Ich biete euch einen fairen Vorschlag.

Näher. Ich muss leise flüstern.

Es gibt noch einen weiteren Drachen in der Nähe, der ein viel schöneres Heim hat.

Ihr Name lautet Verslexia und die Spinnen da draußen waren einst ihre Spione.

Wenn ihr sie umbringen würdet, könnte ich diesen Ort mit all meinen Kostbarkeiten sofort verlassen. Überhaupt kein Problem. Ich werde mich von diesem Ort entfernen und schwöre, niemals zurückzukehren.

Und die Kreatur schlängelt sich weiter den Turm hinab. Inzwischen ist der Drache auf halbem Weg zwischen dem Loch im Dach und der Tür durch die die Vier den Raum betreten haben. Einen weiteren Ausgang haben sie nicht gefunden.

Seht... wir haben eine Abmachung. Ich und der Druide.

Ich helfe ihm, meine Schwestern in Schach zu halten und er erspart mir Zeit, da ich nicht hinausgehen und nach Schätzen und Nahrung suchen muss...

Er schickt Gruppen wie euch zu mir, mit der Hoffnung, dass ich hier weggehe. Entweder bekomme ich Schätze oder einen Versuch, ein neues Versteck zu finden!

Er allein kann mich nicht besiegen, also lässt er mich die Dummen töten und die Klugen helfen mir seine Gegend zu verlassen!

Oh... das hat er euch nicht gesagt?

Zu schade... ja.

Es scheint, dass diese Druiden die Natur mehr lieben als ihre Mitmenschen. Ich glaube, er sorgt sich weniger um euch als ihr um ihn!

Erinnert mich an den Umgang mit meinen eigenen Verwandten. Es scheint, dass die einzigen fairen Abkommen nur zwischen verschiedenen Rassen möglich sind.

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DUNGEONS & DRAGONS ~ S00E07 ~ Recap

Die Abenteurer blickten sich abwechselnd an, und suchten unauffällig vergeblich nach einem weiteren Ausgang, da der Drache inzwischen vor der Tür angekommen war und damit jeden Ausweg der Vier abgeschnitten hatte.

Bitte habt Verständnis!

Ich würde ungern mein Leben für eine solche Mission riskieren und meinen Schatz unbewacht lassen.

Ich wusste, dieser Ort würde die Aufmerksamkeit der Abenteurer auf sich ziehen... Es war alles geplant!

Ich schwöre es bei euren und meinen Göttern. Sie lebt in den Wäldern tief in einem Steinkohlenberg, etwa 15 km von hier entfernt... ihr Name ist Verslexia. Sie ist meine Halbschwester.

Kommt näher, ich gebe euch eine Karte!

Als der Drache einen Schritt in den Raum machte, griff Merric instinktiv seine Armbrust. Der Drache merkte dies sofort gefror in seiner Bewegung und fixierte den Halbling mit einem stechenden Blick. Sagte jedoch nichts.

Merric sichtlich eingeschüchtert, dachte für einen Moment nach, die Schweissperlen der Angst manifestierten sich auf seiner Stirn und er schaffte es sich dazu zu bringen die Armbrust die paar Zentimeter die er sie gezogen hatte wieder zurück zu senken.

Daraufhin setzte der Drache seine katzenhafte elegante Schwingung fort und trat etwas näher auf Quara zu, die in der Mitte des Raumes stand und eine ganz eigene Rechnung mit dem Drachen offen hatte.

Ihr verzeifelt zorniger Blick und die in ihr kochende Wut verriet dem Drachen mehr als genug.

Ahh.

Du bist von hier.

Thundertree hieß es? Ich verstehe.

Ich nehme an, mein Versteck hier ist Beleidigend für dich. Für deinen kulturellen Stolz. Das tut mir leid.

Damals konntest du nicht größer als ein Baby gewesen sein!

Es scheint, dass ich das menschliche Gedächtnis und Ehrgeiz unterschätze.

Du und ich teilen die gleichen Beweggründe! Du kannst deine Stadt zurückerobern!

Ich kann sogar so tun, als hätte man mich "mit heldenhaften Taten davongetrieben", sollte mich ein Abenteurer in meinem neuen Versteck finden...

Ich spiele gerne mit... Wie heißt du noch mal, Fleischling?

Kümmert euch um meine Schwester und dann können wir darüber reden, wie ich eure Geschichte, wie ihr mich von Thundertree vertrieben habt, erzählen soll!

Quara explodierte fast vor Wut, angestachelt durch die Dreistigkeit des Drachen. Sie und die grüne Kreatur standen sich nurnoch weniger Meter entfernt gegenüber, die anderen drei hielten sich am Rande des Turms auf.

Sie konnte es nicht länger ertragen und griff zu ihrem Schwert.

Darauf hatte der Drache nur gewartet, als er ihre Bewegung wahrnahm, fing er an zu grinsen, was für alle Anwesenden eine schreckliche Grimasse war. Es fing an zwischen seinen Zähnen und aus seiner Nase grünlicher Dampf aufzusteigen und er knurrte:

Nur zu...

Das wird lustig...

Ein schwall dichten, schweren, grünen Dampfs spie aus seinem Rachen und hüllte Quara gänzlich ein. Die verbleibenden Helden zogen mit panischen Blicken ihre Waffen und wichen dem grünen Dampf aus, der sich über den Boden des Turmes verteilte.

Als die wabernde Masse sich nach und nach auflöste sahen die drei, dass Quara bewusstlos dort lag, wo sie vor wenigen Augenblicken noch gestanden hatte. Gloin sah, dass sie nichtmehr atmete, befürchtete das schlimmste und schickte ein Stoßgebet gen Himmel.

In just diesem Moment vibrierte der Boden des Turms. Die Helden blickten sich und den Drachen an, konnten aber keine Möglichkeit erkennen, wie der Drache diese Vibration verursachen konnte und merkten, dass auch der Drache nicht wusste, woher diese Erscheinung kam.

Es vibrierte ein weiteres mal, und noch drei weitere Male. Vom Obergeschoss bröselte Staub und Sand herab und die Wand des Turms unter dem Loch im Dach wurde eingerissen. Viele der Steine flogen durch den Raum.

Alle im Inneren waren sehr überrascht und als sich der Staub langsam legte sahen die Drei und auch der Drache einen riesigen blauen Mann auf den Trümmern stehen, mit einer Axt, fast so groß wie er. Die Augen des Drachen weiteten sich in Panik.

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DUNGEONS & DRAGONS ~ S00E07 ~ Recap

Noch bevor jemand reagieren konnte wandte sich der Drache geschickt von den vier erstarrten Helden ab und blickte nun dem Riesen zu. Dieser zögerte nicht und hob mit seiner riesigen Axt in Richtung des grün geschuppten Kopfes, verfehlte jedoch und schlug ein Loch in die Wand des Turms.

Die Chance nutzend sprang der Drache seinen Angreifer an und versuchte sich in seiner Schulter zu verbeissen und mit seinen Klauen tief in die angespannten Muskeln des Eisriesen zu krallen. Dieser Angriff wurde jedoch durch die Faust des großen Mannes, die den Kopf des Drachen mit einem Donnern traf, vereitelt.

Während der Kampf etwas zu große Ausmaße für die Helden fassten sie sich langsam wieder und Gloin erschuf eine Magische Waffe, die dem Riesen zu Hilfe eilte in dem sie den Drachen von der Seite attackierte.

Duke und Quara waren immer noch zu erstaunt von dem, was sich vor ihren Augen abspielte, dass sie nicht in der Lage waren auch nur irgendetwas zu unternehmen. Merric, noch die Angst in den Knochen von dem vorigen mal, als er seine Armbrust zücken wollte, tat dies nun mit vollem Mut, legte an und traf den Drachen. Allerdings schien das keinen all zu großen Schaden anzurichten.

Als der Riese mehr verfehlte als traf, spürten die vier, unter anderem auch durch den rieselnden Staub und fallende Steine angekündigt, dass der Turm dem Kampf nicht mehr all zu lang standhalten würde und begannen sich nach einander umzusehen.

Sie flüchteten durch das Loch in der Wand, durch welches der Frostriese sich zutritt verschafft hatte und bevor sie draussen waren, wirkte Gloin noch einen Heilungszauber auf den Riesen, konnte aber nicht mehr lange genug warten um zu sehen ob der blaue Mann darauf reagierte. Für einen Moment hielten sie draussen inne, um zu sehen in welche Richtung der Turm fallen könnte und begaben sich in Sicherheit.

Dort angekommen feuerte Merric einen weiteren Pfeil auf den Drachen, der an der Wand innen nach Oben geklettert war, um aus der Reichweite des Riesen zu kommen. Dieser schlug nun absichtlich gegen den Turm um ihn zu Fall zu bringen, denn scheinbar war der Drache kurz davor zu flüchten. Merrics Pfeil verfehlte den Drachen knapp und das grüne Ungetüm blickte ihn ein letztes Mal hasserfüllt an, liess sich Außen an der Turmwand entlang fallen und breitete im letzten Augenblick seine giftgrünen Schwingen aus, um nicht auf dem Boden einzuschlagen.

Angeschlagen durch den Riesen glitt er leise über die Baumwipfel gen Westen davon, während der Turm endgültig nach gab und komplett in sich zusammen fiel und den Riesen unter sich begrub. Bestürzt versuchten die Helden zu den Trümmern zu gelangen, aber einen nach dem Anderen ergriff eine eisige Kälte und Dunkelheit und keiner schaffte es bis zum Turm zurück bevor er ohnmächtig zu Boden sackte.

Die Sinne der Vier waren wie betäubt, sie hörten nichts, sahen lediglich Schwarz, und konnten sich nicht bewegen. Langsam wurde aus dem Schwarz ein dunkles Grau, dann immer heller werdend, bis es ein helles Grau war, dass langsam vor sich hin waberte.

Sie nahmen das Knistern eines Feuers war, sahen das flackern von Feuerzungen die gen Himmel schlugen und den dichten Rauch aufwühlten, der beinahe den gesamten Raum eingekommen hatte, aber die Atmung weniger beeinträchtigte als die vier instinktiv angenommen hatten als sie wieder vollständig zu sich kamen.

Durch den Rauch huschte eine Figur, kaum zu erkennen. Es war Reidoth, sichtlich erschöpft und ausgelaugt, der einem nach dem Anderen auf die Beine und vor die Tür half. Als sie dort versammelt waren hörten sie nur das feste krachen der sich schließenden Tür hinter ihnen. Durch Löcher in Dach und Wänden entwich langsam und unheimlich der inzwischen farblose Rauch.

Sie sahen sich gegenseitig äußerst Fragend an, da Reidoth ihnen eine Erklärung schuldig blieb. Als sie sich fragten, ob das alles eine Vorhersehung gewesen war, wanderten ihre Blicke in Richtung des Hügels, auf dem kein Turm mehr zu sehen war, stattdessen dieselbe Rauchwolke, die sie vor ein paar Minuten noch aus nächster Nähe bewundern konnten.

Brennend fiel ihnen der unter den Trümmern vergrabene Riese wieder ein, und sie machten sich auf, um die Ruine zu untersuchen. Dort angekommen, wurden ihnen das Ausmaß der Zerstörung erst bewusst, und Quara musste etwas schlucken, als noch ein Teil ihrer Heimat nun zerstört war.

Den Spuren zufolge, den die Helden fanden, hatte der Riese sich selbst ausgraben können und einige staubige Spuren führten nach Norden in den Wald hinein.

Unter den Trümmern konnten sie eine fast unbeschädigte Truhe finden, in der sich einige Säckel mit Münzen und zwei Pergamentrollen befanden. Als sie die Turmruine verlassen wollten, merkte Quara etwas in ihrem Augenwinkel Sonnenlicht reflektieren. Unter zwei großen Steinen lag etwas silbriges vergraben. So hoben Gloin und Duke einen schweren Brocken nach dem Anderen zur Seite um eine seltsame silbrig-rostige Axt zum Vorschein zu bringen.

Bei genauer Untersuchung durch Gloin war der Rost kein echter Rost, sondern eine sehr Verzierung von Zwergenhand an der Waffe. Duke wollte schon nach der Axt greifen, aber Gloin wies ihn darauf hin, dass er bereits das Schwert aus dem Anwesen der Tresendars unter seinen Nagel gerissen hätte.

Nachdem ihr Fund gründlich untersucht und besprochen wurde, wollte Merric dem Drachen hinterher, da dieser sehr angeschlagen wirkte, aber er wurde überstimmt, da die Anderen nach dem Druiden sehen wollten und sich bedanken, für was auch immer er mit ihnen gemacht hatte.

Nach mehrmaligem festen Klopfen an der Türe öffnete Reidoth und auf eindringliche Nachfragen der Vier erklärte er, dass er sie von anfang an versucht hatte sie zu überreden zu gehen. Aber als er merkte, dass das nicht funktionierte wollte er ihnen zumindest eine kleine Chance geben, das zu überleben, was sie vorhatten.

Er wirte einen Zauber, der fast alle seine seltenen Pflanzen und Wirkstoffe aufbrauchte und es ihm ermöglichte die Abenteurer für einen kurzen Zeitraum auf mehreren Ebenen der Existenz verweilen zu lassen. Während ihre Seelen in nur einem, dem hiesigen, von zwei Körpern verweilten, konnte eine der beiden Hüllen ohne großartige Konsequenzen sterben.

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DUNGEONS & DRAGONS ~ S00E07 ~ Recap

Bereits bei ihrer Ankunft in Thundertree hatte Reidoth ihnen gesagt, er sei sein Leben lang in diesen Landen unterwegs und kenne alle Orte. Er bot den Helden an, sie zur Wave Echo Cave führen zu können, wollte zuvor jedoch in Phandalin bei Qelline, der Cousine Merrics, für eine Zeit zurück zur Zivilisation finden.

Da die vier wussten, dass Cragmaw Castle auf dem Weg zurück lag, baten sie ihn, sie dorthin zu führen, da sie dort Gundren und eine Karte mit dem Weg zur besagten Höhle vermuteten. Sollten sie nicht fündig werden, würden sie ihn in Phandalin aufsuchen kommen.

Er willigte kurz angebunden ein, und führte sie vorbei an allen Gefahren des Waldes zu Cragmaw Castle.

Cragmaw Castle

Am frühen Nachmittag trafen sie an der stark zerfallenen Burg ein. Reidoth führte sie zur Südseite, da er dort einen gut erhaltenen und relativ versteckten Zugang gesehen hatte.

Vor den vier Helden stand ein sehr elendig aussehendes Steingebilde. Einst hatte es sicher stattlich und stabil gewirkt, aber die Vier sahen eine Burg, bestehend aus sieben mehr oder weniger zerfallenden Türmen von unterschiedlicher Größe und Höhe.

Hinter einigen zugewachsenen Trampelpfaden fanden sie eine Treppe, über der sich in einigen Metern höhe mehrere Schießscharten befanden und aus denen sehr leise, undefinierbare Geräusche drangen.

Am Ende der Treppe befand sich eine schwere Eisentür, die zwar abgesperrt, aber Merrics Fähigkeiten mit dem Dietrich nicht gewachsen war.

Duke und Gloin stellten sich in die Tür und liessen Quara und Merric leise vorausschleichen, um zunächst die Lage einzuschätzen.

Die beiden bemerkten links die Tür, offenbar zu dem Raum mit den draussen hörbaren Geräuschen, aber schlichen daran vorbei in nördlicher Richtung. Links und Rechts lag Kies und Schutt von den zerstörten oberen Stockwerken.

Zu ihrer rechten bemerkten sie eine große braune, haarige und gefederte Kugel, die in regelmäßigen Abständen größer und kleiner wurde, aber sonst kein Geräusch von sich gab. Weiter nordöstlich vernahmen die beiden ein Schnarchen und untersuchten das genauer.

Zwei Hobgoblins in voller Montur lagen auf Betten aus Stroh und schienen zu schlafen. Nachdem Quara und Merric den Raum verliessen, war das Schnarchen verstummt und die Strohbetten wurden langsam mit Blut getränkt.

Als die Beiden den Eulenbären angriffen, klappte das weniger leise. Duke und Gloin eilten zu Hilfe, aber aus dem Raum über dem versteckten Eingang drangen eine kleine Horde Goblins von Hinten in Richtung der Helden.

Nach kurzem Gemetzel wurde es aber wieder still in der Burg und die Vier, nahezu unverletzt, erforschten zunächst den Raum in dem der gefederte Bär gefangen gehalten wurde. In einem Regal, ganz unten und halb hinter einigen Büchern versteckt fand Quara eine kleine Holzschatulle, sackte als Schatzmeister der Gruppe das Geld und einen Heiltrank ein gab aber den Rest an Gloin weiter.

Er bekam zwei Pergamentrollen, die er nach kurzem studieren als mächtige Zauber identifizierte. Mit einer konnte er einen Bereich magischer Stille erzeugen, und mit der Anderen konnte er einen Toten wiederauferstehen lassen.

Nach kurzer Diskussion über das weitere Vorgehen untersuchten sie die Burg in westlicher Richtung, aus der die Schar Goblins kam, weiter. Hier stießen sie auf einige weitere schlafende Goblins, die ebenfalls friedlich im Schlaf ablebten.

Sie waren nun in der Haupteingangshalle angekommen, und Merric machte sich auf, die Tür in östlicher Richtung zu untersuchen und zu öffnen, als er durch einen hauchdünnen Faden durchriss und sich grade so vor riesigen grollend herabstürzenden Steinbrocken in Richtung der Tür retten konnte.

Es dauerte einige lange Minuten bis der Nachhall dieses Einsturzes nichtmehr hörbar war.

Eines war den Helden klar, überraschen würden sie in diesem Gebäude nun niemanden mehr.

Merric gab den anderen durch die Trümmer bescheid, dass auf der anderen Seite des Raumes eine weitere Tür sei, und so machten sich der Rest der Gruppe dorthin über bekannte Wege auf.

Sie fanden sich in einem hohen, länglichen Raum wieder, der einst eine Kapelle gewesen zu sein schien. Die Decke war mit Stuck geschmückt und Engelsstatuen blickten vom Oberlauf auf den Raum hinab. Zwei schwer aussehende Vorhänge führten in einen weiteren Raum im Norden.

Quara fühlte sich unwohl hier, und hatte das Gefühl, etwas würde sich ständig in ihrem Augenwinkeln bewegen, aber erst als sie ein merkwürdiges klicken und klacken hörten, merkten sie, dass sie nicht allein in diesem Raum waren.

Mit einem ekelhaften Platsch landete ein Oberarm dicker Wurm in ihrer Mitte. Dort wo sein Kopf zu sein schien ragten vier große, mit Krallen besetzte Tentakeln und ein spitzer, schmerzhaft aussehender Schnabel.

Der Grick sprang Duke an, und versuchte ihn zu umklammern, seine Krallen und sein Schnabel hämmerten jedoch vergeblich gegen die Rüstung aus Metall und so konnten die anderen das Wurmwesen schnell unschädlich machen.

Angeekelt von der Kreatur verliessen die vier den Raum nach Norden, in dem sich drei Goblins hinter einem Altar versteckten und sie angriffen als sie entdeckt wurden. Die Goblins wurden kurzerhand entsorgt und dann der Raum untersucht.

Der Altar war aus Stein, darüber lag ein blutgetränktes, schwarzes Tuch. Auf dem Tuch befand sich ein silberner Kelch ein Räuchergefäß und ein silberner Dolch.

Diesen Raum verließen die Vier in westlicher Richtung und gelangen in eine Art Lager. Die Goblins hatten hier verschiedene Lebensmittel gelagert, die jedoch für alle Rassen ausser Goblins ungeniessbar zu sein schienen. Hinter einigen Fässern fanden die Helden eine blutverschmierte Kettenrüstung, eine Armbrust und Langschwert mit dem Emblem Neverwinters. Sie schlossen darauf, dass dies die Ausrüstung von Sildar sein könnte und verstauten sie.

Als Quara die nächste Tür in westlicher Richtung öffnete blickten ihr vier Hobgoblins entgegen, genau so überrascht wie sie. Gemeinsam wurde dem Leben der Goblins ein Ende bereitet und der Raum genauer untersucht.

Es schien, als wäre dies eine Waffenkammer. An den Wänden hingen einige Schwerter, Morgensterne, Großschwerter und Armbrüste. Hinter einem der Hobgoblins fand Quara einen langen, sehr schön verzierten Holzstab, der deutlich leichter war als er aussah.

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DUNGEONS & DRAGONS ~ S00E07 ~ Recap

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