Dabu, Pirat und Agent des Ordens

Nennt mich Dabu. Ein paar Jahre ist's her - unwichtig, wie lang genau - da hatte ich wenig bis gar kein Geld im Beutel, und an Land reizte mich nichts Besonderes, und so dacht ich mir, ich wollt ein wenig herumsegeln und mir den wässerigen Teil der Welt besehen. Auf meinen Reisen durch die Shining Sea bin ich oft an Chult vorbei gesegelt, aber kein Captain ist je dort vor Anker gegangen. Im Hafen von Calimport erzählen sich die besonders dummen Dummköpfe Schauergeschichten über einen Todesfluch.

Einer von diesen Dummköpfen ist Syndra Silvane und er ist so dumm eine Expedition nach Chult auszurüsten. Ich habe mit meinem Freund Zug Zug eine Wette gemacht: Wenn es den Todesfluch gibt, bekomme ich seinen Goblinkopftrinkbecher von ihm. Wenn es ihn nicht gibt, bekommt er Haue von mir. Ich würde glatt noch eine Wette eingehen, dass ich die Wette gewinne!

Kaptin Bluddflag und Aurelia Escort

Mein Vater war ein gefürchteter Pirat. Vielleicht habt ihr mal von ihm gehört: Kaptin Bluddflag war sein Name und er war der größte und grausamste Ork, der jemals über die Shining Sea gesegelt ist! Und wenn die Killkroozer, Papas Schiff, am Horizont auftauchte, dann holten alle Mütter die Wäsche rein!

Denn wo Kaptin Bluddflags Freebooter auftauchen, da bleibt kein Stein in der Pfanne verrückt! Er hat dann immer gesagt: “ode rum! dumm me too ant!” das ist die alte Sprache der Eldar und heisst soviel wie: “Sie sollen mich fürchten und den Schnaps raus rücken, aber plötzlich!”

Meine Mama hieß Aurelia Escort. Ich weiß nicht viel über sie, nur dass mein Papa sie auf einem seiner Raubzüge kennen gelernt hat und dann haben sie sich verliebt. Aber nur ganz kurz, waren sie verliebt. Sie ist dann bei meiner Geburt gestorben, weil es Kompliza.., Komilkaz.., Komzilka... nicht so einfach war und Papa mich dann aus ihr raus schneiden müssen. Das war wirklich Pech für sie, hat er gesagt. Ich glaube deswegen war das Glück für mich. Genau genommen war das wohl der Tag, an dem meine Glückssträhne anfing!

Jacob Sperling

Als ich sechs Jahre alt war, hat mein Papa gesagt, ich hätte ihm jetzt lange genug auf der Tasche gelegen. Das habe ich damals nicht verstanden, denn ich hatte ja sogar mein eigenes Bett. Aber auf jeden Fall hat er mich dann dem zweitgefürchtetsten Piratenkapitän Jacob Sperling gegeben und bei dem hatte ich meine erste Festanstellung als Vollzeitpirat auf seinem Schiff, der Schwarzen Erle. Und das war toll! Denn ich war ganz alleine dafür zuständig, dass die Latrinen auf seinem Schiff geschrubbt waren und das ist eine ganz schön wichtige Aufgabe auf so einem Schiff, denn ein Pirat, der nicht ordentlich auf die Latrine gehen kann, der hat bald die Hosen gestrichen voll, hat Kapitän Sperling immer gesagt. War wirklich schade, dass er von diesem Kraken gefressen worden ist. Ich frage mich wie's ihm so geht.

Dabu

Halvar Ausflake

Naja, auf jeden Fall war ich damals kein Kind mehr, sondern schon 11 Jahre alt und dann heuerte ich bei Captain Halvar Ausflake an. Der war ein grummeliger Haudegen, der, als er so alt wie ich war, schon Tausende von Wölfen umgepustet hat! Das müsst ihr euch mal vorstellen! Um-ge-pus-tet! Tausende! Das wollte ich auch können und deshalb hab ich damals angefangen Flöte zu spielen, weil man davon ja starke Lungen bekommt. Halvar ist dann böse geworden und hat meine Flöte ins Meer geworfen. Er hat mir dafür aber meinen ersten Bogen gegeben und hat gesagt, damit könnte man Wölfe umpusten. Aber hinter das Geheimnis, wie man damit Wölfe umpustet, bin ich bis heute nicht gekommen. Deswegen schieße ich damit Pfeile, ganz normal. Aber ich hoffe, dass ich das schon noch lerne, irgend wann.

Ein Fass voller Schlangen

In meinem dritten Jahr bei Kapitän Halvar war ich mit dem Küchenjungen Swobu unterwegs um Schlangen für’s Abendessen zu fangen. In einer Höhle haben wir beobachtet, wie eine Bande von Grabräubern ein juwelenbesetztes Ritualkreuz gefunden hat und ich beschloss es ihnen zu klauen. Aber sie haben mich dabei erwischt und ich musste weglaufen und bin in die Karawane eines Wanderzirkus geraten. Das war ein ganz schönes Durcheinander und fast hätte mich ein Rhinozeross aufgespießt, als ich über seinen Käfig geklettert bin! Aber noch schlimmer war, wie ich in ein Fass voller Schlangen gefallen bin. Damals hatte ich eigentlich noch gar keine Angst vor Schlangen, aber ich habe noch Stunden später welche unter meiner Kleidung gefunden und das war echt nicht schön und ziemlich eklig und das will ich nie wieder haben!

Dabu treten Schweissperlen auf die Stirn, seine Atmung überschlägt sich fast und er benötigt einen Moment um wieder Fassung zu erlangen

Naja, durch das ganze Durcheinander in der Karawane kam dann auch noch der Löwe des Zirkus frei und wollte mich fressen. Ich nahm also eine Peitsche, die da grade rumlag, um mich zu wehren. Ob ich den Löwen damit abwehren konnte, weiss ich nicht, denn der Anführer der Räuberbande hat mich dann gerettet. Wahrscheinlich weil ich ja noch das Kreuz hatte. Ich habe ihn angeschrien, dass es in ein Museum gehören würde! Das war mir grade so eingefallen; eigentlich wusste ich gar nicht was ein Museum ist. Heute weiss ich aber, dass das der Ort ist an den die alten Meister gehen. Ich glaube den Räuber hat das sehr beeindruckt, auf jeden Fall hat er mir dann zwar das Kreuz weg genommen, mir dafür aber sein Kopftuch geschenkt und mich laufen lassen. Das fand ich total nett, deshalb trage ich sein Kopftuch heute immer noch. Und auch, weil ich nicht mehr so viele Haare habe und meine Haut so empfindlich ist, mit der Sonne.

Elzie Segar

Noch ein paar Jahre später kam ich dann zu Captain Elzie Segar. Der war ein pfeiferauchender Seemann, ganz dünn, aber stark wie ein Bär und mit Ankern an den Unterarmen. Also die waren auf die Unterarme tätowiert. Aber das erzähle ich vielleicht ein anderes mal. Ist schon spät, und ich müsste mal zum Latrinenbusch.

Elzie Segar ist ein pfeiferauchender Seemann, der schlacksig aber sehr stark ist. Er hat einen Anker auf jeden Unterarm tätowiert, trägt einen weissen Kapitänshut und ein schwarzes Hemd, mit rotem Kragen und großen goldenen Knöpfen. Auffällig ist, dass ihm ein Auge fehlt, aber er trägt keine Augenklappe. Er isst ausschließlich Gemüse und behauptet das würde ihm seine unglaubliche Kraft verleihen. Seine Frau Olive hat riesige Füße.

Als Dabu im Hafen von Telflamm herum lungerte, wird er von Elzie angesprochen:

Elzie: “He da! Bist du ein Seemann?”

Dabu: “Seh ich aus wie’n Kuhhirte?”

Elzie: “O.K. du bist eingestellt!”

Dabu

Von da an hatte Dabu einen Platz in Captain Elzies Crew.

Elzies Erzfeind war die Seehexe Mae Questel, die immer von einem Geier begleitet wurde. Mae hatte sich in Elzie verliebt, der hatte aber kein Interesse an ihr, da er bereits mit Olive zusammen war. Daher versuchte Mae seine Frau Olive zu töten. Elzie selbst hat geschworen niemals eine Frau zu schlagen, weshalb er sich selbst nicht gegen Mae wehren konnte. Für seine Crew galt sein Schwur allerdings nicht und so lernte Dabu Seehexen zu hassen.

Captain Laskilar

Captain Laskilar hatte nen besonderen Trick drauf. Er konnte eine Tür in einer andere Dimension öffnen, hindurch gehen und gleichzeitig an einem anderen Ort eine neue Tür aufmachen und wieder in diese Dimension zurück kommen. Damit hat er einige Male seine Haut retten und ein paar andere Male einem anderen die Haut stehlen können. Ich habe ihn mal gefragt, ob er mich mal mit nehmen könnte durch so eine Dimensionstür, aber er meinte ich sei zu groß dafür. Ich habe mich dann ganz klein gemacht und nochmal gefragt, aber ich war immer noch zu groß. Dann hab ich mich noch kleiner gemacht und nochmal gefragt. Aber ich war immer noch zu groß und musste mich noch sieben mal kleiner machen, bevor der Captain meinte, dass ich jetzt durch die Tür passen würde.

Hätte ich mich doch nochmal kleiner gemacht! Der Captain hat nämlich nicht dran gedacht, dass die Ausgangstür ja vielleicht noch kleiner sein könnte und dann bin ich in der anderen Dimension stecken geblieben. Der Captain war aber schon durch die Tür durch und ich steckte fest ohne ihn.

Dann weiss ich nicht so richtig was passiert ist, aber irgendwann bin ich am Hafen von Calimport wach geworden. Seitdem ist irgenwas mit meinen Händen, das meine Pfeil elektrisch macht und ich kann mich manchmal durch die Dimensionen bewegen, wenn ich die Augen ganz fest zu mache. Ich denke dann einfach an einen anderen Ort und schwupp! Bin ich da! Wenn ich Captain Laskilar nochmal treffe, muss ich ihm das unbedingt mal zeigen!

Unter Captain Laskilars Kommando lernt Dabu Wolf kennen.


Order of the Gauntlett

Dem Order of the Gauntlet hat Dabu sich angeschlossen, weil ihm jemand versprochen hat, dass er mit dem Titel "Cheval des Ordens" noch gefürchteter sei

Qnoh jrvß nyyreqvatf avpug, qnff Xeäsgr vaareunyo qrf Beqraf vua gbg frura jbyyra haq rvara Nhsgentfzöeqre anzraf X'eg X'onva nhs vua natrfrgmg unora. X'eg, rva Tehat-Nffnffvar, ung fvpu va Puhyg naf Qnohf Srefra trursgrg. Ovfure fvaq nore nyyr frvar Irefhpur qra Unyo-Bex mh gögra resbytybf troyvrora.

Dabu

Storyawards

The Thrill of Victory

By claiming victory in both the dinosaur race and the gladiator’s arena, you gain a bit of fame from the citizens within the walls of Port Nyanzaru. Once per day, you may gain advantage on a single Charisma (Persuasion) check when dealing with any residents within the Market, Merchant’s, or Harbor Wards. (DDAL7-01)

The Trusting Triceratops

Through your actions, you’ve garnered the respect of the Ytepka Society. Though their numbers are few, you are now aware of how their members secretly identify themselves to each other. During any of the rare social interactions you may have a member of the Ytepka, their starting attitude will automatically be friendly. (DDAL7-01)

Musical Legend in Port Nyanzaru

Hervorragende Performance in P.N. gezeigt (DDHC-ToA-1)

I'jins Blessing (inaktiv)

I'jin, the Almiraj, is fickle and unpredictable.

While inhabited by l'jin, you gain the following flaw, which overrides any opposing flaw: "I never stick to a plan." and your Dex is 23

Dabu

Geheimer Auftrag: Tanis

Gespräch mit Eku

Dabu: "Eku?", wendet sich Dabu an die Dschungelführerin, "Kennst du Tanis?"

Eku: "Nein, aber ich habe Geschichten gehört.", sagt sie mit einem interessierten Gesichtsausdruck. "Erzählt mir davon."

Dabu: "Geschichten? Die musst du mir unbedingt erzählen! Es ist sehr wichtig!" Er schaut sich kurz um, um sicher zu sein, dass niemand der Unterhaltung lauscht und fährt fort: "Ich bin nämlich in streng geheimer Mission unterwegs um Tanis zu finden! Agenten des Order of the Gauntlet haben mich beauftragt ein goldenes Phylkaterimum zu suchen und die Spur führt nach", er macht eine kurze theatralische Pause und genießt Ekus gespanntes warten, "Tanis!", ruft er triumphierend aus, "Aber niemand weiss genau wo das ist und in Waterdeep hat mir dieser Sallah gesagt, dass Tanis in Chult im Dschungel versteckt ist. Ich gucke schon die ganze Zeit und habe noch gar keine verschollene Stadt gesehen" , sagt er mit trauriger Mine, "Also weisst du vielleicht wo hier eine Stadt verloren gegangen sein könnte?"

Eku: "Ach du gute Güte, ein Phylakterium sagst du?" Sie runzelt die Stirn und es sieht so aus als würde sie ernsthaft überlegen. Nach einer kurzen Pause geht ihr ein Licht auf. "Ich denke es kann sich nicht um die alte Hauptstadt Chults Omu handeln, ich glaube dann hätte ich davon gehört oder es wäre bekannt. Aber es gibt viele untergegangene Städte und verlassene und vergessene Reiche hier in Chult. Wann ist Tanis denn verschollen? Ich kenne eine Stadt die wir Mezro nennen und sie ist", sie schaut ein wenig traurig, "war eine Stadt hier im Dschungel. Ihre Bewohner haben sich vor Ras Nsi's Horden Untoter in eine parallel plane geflüchtet?!"

Dabu: Ganz langsam reiht Dabu ein Wort an das nächste: "Mezro, sagst du, ist ein anderes Wort für Tanis? Vielleicht ist 'Tanis' dann ein Geheimcode!" es ist förmlich in der Luft spürbar, wie ein Geistesblitz Dabu elektrisiert. Aufgeregt fährt er fort: "Dann wäre dieser 'Rassnizki' der Mann, vor dem die Geheimagenten des Gauntlets mich gewarnt haben! Sie wollen nämlich unbedingt verhindern, dass er das Phylmakterum bekommt, weil eine Armee mit dem Phylkamertum an der Spitze un-be-sieg-bar wä-re!", er betont jede Silbe und vergisst dabei das flüstern.

Nach einer kurzen Pause, in der ihm die Bedeutung seiner jüngsten Erkenntnis klar wird, spricht er - wieder leiser - weiter: "Der Gauntlet nennt Rassnizki aber 'Venger' und er ist ein mächtiger, böser Zauberer und der Anführer der Gruppe, die sich 'Assoziation Niltal' nennt, und sie glauben, dass er Tanis schon gefunden hat und dort bereits am suchen ist!", Dabu redet atemlos weiter: "Wir müssen Mezro oder Tanis, oder wie das jetzt richtig heisst, schnell finden, sonst könnte Venger oder Razzicki bald die ganze Welt angreifen und niemand könnte ihn aufhalten!" Mit weit aufgerissenen Augen und erhobenem Zeigefinder betont der Halb-Ork die Wichtigkeit seiner Mission.

Langsam ballt er die erhobene Hand zu einer Faust, legt den ausgestreckten Arm zurück in seinen Schoß und fragt mit gedämpfter Stimme: "Eku? Willst du vielleicht mein Komplize bei der Suche nach der verschollenen Stadt sein? Der Auftrag ist geheim und gefährlich und niemand darf davon wissen, der nicht auch ein Geheimagent des Order of the Gauntlet ist oder ein Hilfsgeheimagent, so wie du, und vielleicht werden wir gegen Venger kämpfen müssen und wir könnten dabei sterben. Deshalb werden auch nur die 'mutigsten und klügsten Mitarbeiter mit dieser wichtigen Aufgabe betraut' und ich glaube du bist ganz schön mutig und klug. Also willst du?"

Eku hat mit vielen netten Worten und extrem höflich abgelehnt. Dabu hat dies missverstanden und für eine Zusage gehalten.

Goldenes Phylakterium

Eine Armee, die das Goldene Phylakterium besitzt, ist unbesiegbar

Tanis

Über Mezro/Tanis weiss Dabu, dass die Stadt schon vor sehr langer Zeit verschollen ist. Es ist nicht eindeutig bekannt, ob es Tanis gibt oder überhaupt jemals gegeben hat. Es gibt die wildesten Geschichten über Reichtümer und böse Geister. Wie in so einer klassischen Abenteuergeschichte, wo eine verlorene Aztekenstadt im Dschungel liegt. Hier soll das Artefakt zu finden sein, und Venger ist bereits dort um nach dem Artefakt zu suchen.

Amulett des Horus-Re

Das Amulett des Horus-Re benötigt man, um das Phylakterium genau zu lokalisieren. Dabu hat das Amulett bereits. Einer von Vengers Generälen hat versucht es ihm abzunehmen, aber eine Magierin wendete Heat Metal darauf an. Der General liess es fallen und verzog sich.

Dabu

Sallah

Sallah hat eine Frau namens Fayah und neun Kinder. Er ist ein kräftiger, bärtiger Calishit, trägt manchmal einen Turban oder einen Fez, ist bärenstark aber feige. Trotzdem schafft er es sich in andere Organisationen einzuschleichen um sie ausszuspähen und kann Informationen über deren Fortschritt liefern. Dabu und er sind schon lange befreundet, das würde Dabu aber nicht jedem gleich erzählen.

Von Sallah weiss Dabu, dass Tanis in Chult liegen soll. Er hat ihn zuletzt in Waterdeep getroffen.

Venger

Venger ist ein ultraböser Magier (der übrigens ALLE Spells kann) und dessen einziges Ziel es ist, die Weltherrschaft an sich zu reissen. Das bisher böseste, das er jemals getan hat, war einer Gruppe von Kindern(!), die aus der Realwelt in die Vergessenen Reiche geraten sind (wie? keine Ahnung!) ihre magischen Waffen zu stehlen und sie hilflos zurück zu lassen. Mit diesen Waffen hat er vor a) seinen ultimativ guten Gegenspieler zu besiegen und b) Tiamat zu töten.

Dabu

Plot von Raiders of the Lost Ark

Dabu basiert lose auf Indiana Jones. Die Suche nach Tanis ist dem Plot von "Raiders of the Lost Ark" nachempfunden. Hier die Zusammenfassung des Filmplots:

1936 entdeckt der Archäologieprofessor und Abenteurer Henry Jones jr., genannt „Indiana Jones“ oder „Indy“, im tiefen Dschungel Perus einen mit Fallen gespickten Tempel und entwendet daraus eine goldene Götzenfigur. Beim Verlassen des Tempels wartet jedoch sein französischer Rivale Belloq mit Kriegern der Ureinwohner auf ihn und nimmt ihm die Figur wieder ab, und Indy entkommt in letzter Sekunde mit einem Wasserflugzeug.

Zu Hause an seiner Universität angekommen, erhalten er und Brody, der Universitätskurator, Besuch von zwei Vertretern des amerikanischen Militär-Geheimdienstes. Sie beauftragen Indy, die verschollene Bundeslade sicherzustellen, bevor sie Hitler in die Hände fällt, der sie ebenfalls suchen lässt. Um die Lade ranken sich zahlreiche Mythen – so soll eine Armee mit der Lade an ihrer Spitze unbesiegbar sein.

Nach anfänglicher Skepsis übernimmt Indy den Auftrag. Zunächst benötigt er das Kopfstück des „Stabes des Re“, eine Art Amulett, mit dessen Hilfe sich der Aufenthaltsort der Lade lokalisieren lässt. Es befindet sich im Besitz von Marion Ravenwood, der Tochter von Indys früherem Mentor und seine verflossene Liebe, die als Barbesitzerin in Nepal lebt. Indy fliegt dorthin, doch Marion nimmt es ihm noch immer übel, dass er sie vor Jahren sitzengelassen hat, und händigt ihm das Kopfstück nicht aus. Kaum hat Indy ihre Bar verlassen, erscheinen die Nazi-Schergen um Gestapo-Major Toht, die ebenfalls das Kopfstück begehren. Bevor Toht Marion foltern kann, taucht Indy auf und ein Kampf entbrennt, in dessen Verlauf ein Feuer ausbricht. Das Kopfstück fällt in die Glut, und als Toht es an sich nehmen will, brennt sich das glühend heiße Metall in seine Hand ein. Er flieht und Indy kann die restlichen Angreifer besiegen, doch Marions Bar brennt nieder.

Mit dem geretteten Kopfstück reisen die Beiden nach Kairo. Mit Belloqs Hilfe haben die Nazis unter Oberst Dietrich die verschollene Stadt Tanis gefunden und lassen dort bereits nach der Lade graben. Indys alter Freund Sallah hat Einblick in die Grabungsarbeiten der Deutschen. Die Nazis sind ihnen jedoch auf der Spur, und Marion wird entführt und scheint bei einer Explosion umgekommen zu sein, während Indy und Sallah mehrfach Mordanschlägen entkommen. Sallah erzählt, dass die Nazis mithilfe einer Nachbildung des Kopfstücks nach einer Halle namens der „Quelle der Seelen“ graben, in der die Lade sich befinden soll. Indy lässt die Inschrift seines Kopfstücks übersetzen und erfährt, dass der Stab für das Kopfstück sechs Kadam lang sein muss.

Doch auf der Rückseite des Kopfstücks steht, dass man zu Ehren des hebräischen Gottes ein Kadam abziehen muss. Da den Nazis durch die eingebrannte Narbe in Tohts Hand nur die Vorderseite des Kopfstücks zur Verfügung steht, haben sie die Länge offensichtlich falsch berechnet und graben an der falschen Stelle.

Nachdem Indy in einer Bar Belloq wiedergetroffen hat, gelangt er mit Sallahs Hilfe in den sogenannten Kartenraum, eine Halle mit einem Modell von Tanis und einer Öffnung in der Decke. Indy steckt einen Stab in der nun richtigen Länge, mit dem Kopfstück an der Spitze, an eine bestimmte Stelle, und als die Sonne kurz darauf im richtigen Winkel durch die Deckenöffnung scheint, bündelt der Kristall in der Mitte des Kopfstücks die Sonnenstrahlen und beleuchtet so in dem Modell der Stadt das Gebäude, in dem die Lade sich befinden soll.

Mit einigen Arbeitern findet Indy abends die Öffnung zur „Quelle der Seelen“ und dort die Lade, doch sie werden von Belloq und Dietrich überrascht. Diese lassen die Lade abtransportieren und schließen Indy zusammen mit Marion in der Halle ein, deren Boden mit Hunderten Schlangen bedeckt ist. Indy findet einen Ausgang und verfolgt die Wagenkolonne von Dietrich zu Pferd. Nach einer wilden Verfolgungsjagd kann er den Lastwagen mit der Lade an sich bringen. Sallah verschafft ihm mit Marion und der Lade eine Passage auf einem Frachtschiff, doch dieses wird auf hoher See von einem deutschen U-Boot aufgebracht. Dietrich und Belloq übernehmen die Lade und Marion auf das U-Boot, doch Indy gelingt es, unbemerkt an Bord zu gelangen, bevor es abtaucht.

Auf einer Insel nördlich von Kreta macht das U-Boot in einem getarnten U-Boot-Hafen fest. Im Inneren der Insel wollen Belloq und Dietrich die Lade öffnen. Indy unternimmt einen letzten Versuch, Marion zu befreien, indem er droht, die Lade mit einer Panzerfaust zu zerstören. Aber Belloq erkennt, dass Indy blufft und dieses wertvolle historische Artefakt nicht zerstören kann, und lässt ihn festnehmen. Abends zelebriert Belloq ein feierliches Ritual, an dem neben Dietrich und Toht auch zahlreiche Soldaten teilnehmen, sowie die an einen Pfahl gebundenen Indy und Marion. Belloq, im Gewand eines Hohepriesters, spricht eine Beschwörungsformel, und zwei Soldaten heben den Deckel der Lade ab. Diese enthält jedoch nur den Staub der zerfallenen Gesetzestafeln Moses. Plötzlich explodieren alle elektrischen Geräte, und übernatürliche, geisterhafte Leuchterscheinungen schweben aus der Lade und umkreisen die Anwesenden. Indy beschwört Marion, unter keinen Umständen hinzusehen. Schließlich brechen Blitze aus der Lade hervor und zerschmelzen alle Anwesenden bis auf Indy und Marion, die mit geschlossenen Augen das Inferno überleben. Zuletzt wird der Deckel der Lade von einer gewaltigen Feuersäule hochgeschleudert, landet wieder auf der Lade und verschließt sie.

Wieder zuhause, wird Indy und Brody die weitere Untersuchung der Bundeslade vorenthalten. Die Regierungsbeamten beschwichtigen sie, die Lade werde zurzeit von „absoluten Spezialisten“ erforscht. Tatsächlich jedoch wird die Lade in einer mit „streng geheim“ beschrifteten Holzkiste verstaut und in einem riesigen Lagerraum der Regierung unter Tausenden gleichartigen Holzkisten verwahrt. Zum Schluss sind Indy und Marion wieder vereint.

Dabu

Tomb of Annihilation

Winged Boots

“Guckt mal!”, als alle am Lagerfeuer Platz genommen haben, baut sich Dabu in der Mitte der Gruppe auf, verschränkt die Arme, steht regungslos da und grinst von einem Ohr zum anderen. Die Gespräche verstummen. Nur das Knistern des Feuers und das entfernte Brüllen eines Sauriers, irgendwo im Dschungel von Chult, stören die absolute Stille. Alle starren den Halb-Ork einige Sekunden an und wenden sich schließlich einer nach dem anderen schulterzuckend ab, als nichts passiert. Dabus Grinsen verschwindet und verwandelt sich in eine angestrengte Mine, die höchste Konzentration wiederspiegelt. “Komm schon…”, zischt er durch zusammen gebissene Zähne und eine Schweissperle tritt auf seine Stirn. “Los jetzt!”, er bemerkt wie ihm warmes Blut ins Gesicht schießt und seine linke Augenbraue beginnt zu zittern. Er hält den Atem an, kneift die Augen fest zusammen und presst die Lippen aufeinander - aber nichts passiert. Enttäuscht befreit er seine Arme aus ihrer krampfhaften Verschränkung und wendet sich ab, um sich in die Dunkelheit des Waldes zurück zu ziehen.

TOCK Nach wenigen Schritten stößt er seinen Kopf an einem starken Ast: “Was zur… wir hatten doch alles frei ge…” - sein Blick fällt nach unten - auf den Boden - 20 Fuß unter ihm! “Ha! Haha! Die alten Latschen funktionieren ja doch noch!” lacht er den Zuschauern am Boden zu, die mit weit aufgesperrten Mündern zugesehen haben, wie er sich einfach in die Luft erhoben hat und jetzt mit weiten Sprüngen um die Baumkronen der Urwaldriesen hüpft.

Gut 15 Minuten vergehen, bevor Dabu zurück ins Camp kehrt und frei heraus erklärt, dass seine Stiefel im erlauben zu fliegen. “Wir sind jetzt schon so lange unterwegs in diesem verdammten Dschungel und du konntest die ganze Zeit fliegen?” - “Naja”, antwortet Dabu, “ich hab die Stiefel vor ein paar Jahren von einem reisenden Paladin Sunes gekauft. Er hat mir die wildesten Geschichten von einem Vampir, den er in einem Schloss in einer anderen Dimension bekämpft hat, erzählt und behauptete “Hochinquisitor von St. Markovias Inquisition” zu sein. Ich habe keine Ahnung was das sein soll, aber es klingt furchtbar wichtig und er war ein wirklich netter Kerl. Er sagte, er sei auf einer “Friedensmission mit dem Schwert” und ich fragte ihn, was das für ein Friedens-Schwert sei, aber er kneifte immer nur ein Auge zu, knuffte mich in die Seite und antwortete immer nur “Na, du weisst schon! Na, na? Du weisst schon, knick knack! Na? Na?”, da wollte ich nicht mehr weiter nachfragen.

Auf jeden Fall war sein Name “Rune” und er meinte er hätte diese Stiefel, aber er würde sie nicht mehr brauchen und ich müsse ja als Seemann oft auf Masten klettern und dafür wären die doch ganz praktisch. Und ich sagte, dass das stimmt und dass solche Stiefel schon ganz schön praktisch wären auf dem Schiff. Also gab er mir die Stiefel und ich hab ihm dafür meinen Glücksstein gegeben. Ich weiss was ihr jetzt denkt: ein Glücksstein gegen solche Stiefel! Das ist doch nicht fair! - Ja, heute sehe ich das auch so, aber ich bin ihm nicht böse. Kurz danach wurde ich auf dem Schiff zum Unterdecksmann befördert und musste nicht mehr in die Masten. Da hab ich die Stiefel in meinen Rucksack gepackt und wohl vergessen.

Hab sie grade erst wieder gefunden. Bin gespannt ob ich Rune nochmal wieder treffe, wenn wir wieder nach Hause kommen. Ich hoffe mein Stein hat ihm Glück gebracht und beim Friedenstiften geholfen”

Harold and Maude

"Harold?" fragt Dabu den skelettierten Raben, der auf seiner rechten Schulter sitzt, "wie alt seid ihr beiden eigentlich?" Offenbar verärgert über die Frage flattert der knochige Vogel auf, verharrt eine Armlänge über Dabus Kopf bewegungslos in der Luft und antwortet mit krächzender Stimme: "Aha! DAS Thema schon wieder. Das MUSSTE ja wieder kommen! Weisst du, ich kann's WIRKLICH nicht mehr hören! Ja, ich bin 120 Jahre alt und JA, Maude ist 124 Jahre alt. JA UND? Ist das denn SOOOO wichtig?" "Aber ich wollte doch nur…", versucht der Halb-Orc beschwichtigend einzuwerfen, doch er wird von Harold harsch unterbrochen: "Ich wollte doch nur… ich wollte doch nur… Misch dich nicht in unsere Angelegenheiten ein! Wir lieben uns! Da spielt der Altersunterschied KEINE ROLLE!" Wütend schlägt Harold mit den knöchernen Flügeln und erhebt sich in den Abendhimmel, um dort allein seine Kreise über den Köpfen der Gruppe zu ziehen.

"Ja, ja, da spricht die Jugend", sagt Maude milde und ein wenig belustigt von der linken Schulter, "das mag ich so sehr an ihm." Dabu meint ein Lächeln auf dem blanken, porösen Schädel der Eule auszumachen, und gibt etwas mürrisch zurück: "Er macht einen Narren aus sich!" Maude schaut ihn einen Augenblick lang nachdenklich an bevor sie antwortet: "Aber mein lieber Freund, jeder Vogel hat das Recht, einen Narren aus sich zu machen. Man darf sich nicht zu sehr nach dem Urteil der anderen richten, weißt du?"

"Du meinst, dass zu frühe Urteile Vorurteile sind, aus denen der Irrtum hervorsteigt, wie der Nebel aus dem Meer?" "Ja, das könnte man so sagen. Es ist doch folgendermaßen: Mache für einen Mann ein Feuer und er wird es für einen Tag warm haben - ", Dabu fällt Maude ins Wort: " - aber stecke einen Mann in Brand und er wird's für den Rest seiner Tage warm haben!" Maudes klappernd, krächzendes Feixen mischt sich mit Dabus schallend, lautem Lachanfall und die beiden marschieren weiter in Richtung des Lagerplatzes

Dabu

Flucht vor der Hydra

Dabu war im Dungeon der Yuan-Ti nur knapp mit dem Leben davon gekommen, als er bei der Fütterung der Hydra ein zweites mal die Glocke geschlagen hatte...

Adrenalin! Dafür lohnt es, sich auf den Weg in die Welt zu machen. Sich mit all diesen Dummköpfen herumzuschlagen, ihre langweiligen Geschichten zu hören und ihre Botengänge anzunehmen. Denn immer wieder boten diese kleinen Aufträge Gelegenheiten, dem Tod in letzter Sekunde von der Schippe zu springen.

Und wie war er gesprungen! Er hört noch das markerschütternde Brüllen dieser riesigen Bestie. Spürt den kalten Atem ihrer fünf Köpfe, die jeder einzeln nach ihm schnappten und ihn nur um Haaresbreite verfehlten. Er kann den Gestank von fauligem Wasser, der das Monster umgab, noch riechen und die aufschäumende Gischt noch auf seiner Haut fühlen. Die Flucht war denkbar knapp! Und sie hat ihm das Blut aus den Adern gepumpt, um es durch eine hochkonzentrierte Lösung der Droge ersetzt, für die Dabu alles riskieren würde: Adrenalin!

Schnaufend und bebend lässt er sich schließlich wieder im Gefängnis dieser Schlangenmenschen nieder. Für einen Moment blendet er sie aus, vergisst in welcher beschissenen Lage er und seine Freunde sich grade befinden. Für einen Moment war er der König der Meere, der Captain der Welt, der Meister des Multiversums. Doch wie jeder Rausch fordert auch das Adrenalin seinen Tribut. Als die Wirkung nachlässt, sinkt der Halb-Ork matt nieder und fällt in einen tiefen Schlaf der Erschöpfung, der nur noch einen Gedanken zulässt: Wer hatte die Glocke geschlagen?

Gauntlets of Ogre Power

Im Waffenlager der Yuan-Ti hat Dabu ein paar Handschuhe gestohlen, ohne zu wissen, dass es sich um magische Handschuhe handelt, die im unglaubliche Stärke verleihen.

Dabus Tod

Runter damit, Großer! rufe ich dem am Boden liegenden Panzerschrank zu, als ich ihm meinen letzten Heiltrank ins Maul stopfe. Wir haben diese verdammten Schlangen-biester wohl unterschätzt. Sie haben uns in die Zange genommen und fast sieht's so aus, als könnten sie uns überwältigen.

Ein Krummsäbel sirrt um Haaresbreite an meinem linken Ohr vorbei, als Golgamat langsam seine Augen öffnet. "Weiter machen, Soldat!", brülle ich ihm lachend über das Schlachtgetümmel hinweg zu und ich fühle, wie die Freude an dieser heroischen Schlacht sich ihren Weg durch meine Venen bahnt und ein wohlig warmes Gefühl meinen Rücken hinab läuft.

Aurelia Escort - Mama - ist jetzt da und lächelt mich an, wie nur sie mich anlächeln konnte. Mit soviel Güte und soviel …Liebe. Ja, ich denke das war Liebe, aber vorher ist mir das Wort nicht eingefallen. Papa, den alle braven Seeleute Torils unter dem Namen Kaptin Bluddflagg zu fürchten gelernt haben, prostet mir zu: "Schnapps!" grinst er mich mit Reihen von strahlend gelben Zähnen an und erhebt sein Glas in Richtung von einem, den ich vor langer Zeit in den Tiefen der See verloren geglaubt hatte: "Nicht alle Schätze sind Silber und Gold, mein Freund!", spricht Captain Jacob Sperling, nickt Papa zu und leert eine Flasche Rum in einem einzigen, langen Zug.

Und da ist auch Halvar Ausflake, der alte Haudegen! Unter seinem langen, roten Rauschebart ist sein Gesicht kaum zu erkennen, aber ich sehe wie er die Lippen schürzt, als er tief einatmet. Sein Brustkorb hebt sich und dann pustet er mit einem mächtigen Schwall eins der Schlangenviehcher an ….und PUFF löst es sich in eine Rauchwolke auf, die Captain Elzie Segar in seine Pfeife saugt. Er zwinkert mir zu und ruft: "He da! Bist du ein Seemann?" und ich antworte: "Seh ich etwa aus wie'n Kuhhirte?" - ha! genau wie damals in Telflamm, erinnere ich mich. Doch als Elzie den Rauch durch sein rechtes Ohr ausbläst, steht da Captain Laskilar in seinen Umhang gehüllt und reicht mir die Hand. "Ich hab vergessen wie dein Trick ging, Cap'n!" bringe ich heraus. "Ich weiß, Dabu. Ist schon in Ordnung. Sieh her, ich zeig's dir nochmal" - und mit einer schwungvollen Bewegung seines rechten Arms hüllt er uns beide in seinen Umhang.

Als er ihn wieder lüftet, bin ich nicht mehr zwischen den Schlangen, nicht mehr in der Schlacht, nicht mehr bei meinen Freunden. Hier hängen überall Bilder meiner Heldentaten und die Luft trägt Lieder mit meinem Namen an meine Ohren. Links und rechts des schmalen Pfades auf dem Laskilar und ich gehen, stehen Statuen meiner Kameraden; Standbilder, die Maharet, Caelynn, Ivarel, Golgamat, Grace, Juma, Wolf und sogar Lucard den Schwätzer zeigen. "Was ist mit meinen Freunden?" protestiere ich. "Du musst dir keine Sorgen mehr machen", antwortet mein Captain und ich lächle.

Dabu

...aber es geht noch weiter

Sing nochmal von dem Gargoyle!" säuselt der große, grünhäutige Kerl mit dem Kopftuch leise, als er aus seiner langen Bewusstlosigkeit erwacht.
"Wo… wo bin ich?", panisch schaut er sich um. Die Wände der Kammer sind aus weißem Marmor, der von roten Mustern durchzogen ist. Die Decke ist ebenso weiß und wirkt, als sei sie von silbernen Fäden durchsetzt. Er liegt auf einer mit rotem Samt bequem gepolsterten Liege; um ihn herum stehen die drei schönsten Damen, die er jemals in seinem Leben…


Leben?

Ein unwillkommenes Erwachen

"Ich bin.. tot! Was.. was geht hier vor? Und wo ist die Musik hin?"

"Sorge dich nicht, alles ist in bester Ordnung", antwortet die rothaarige Frau, die ein fast durchsichtiges weißes Gewand trägt, voller Sanftmut. "Deine Knochen sind heil und du bist schon wieder so schön anzusehen, wie eh und je. Jemand hat deinen stattlichen Körper vor einigen Tagen her und unserer Herrin ein angemessenes Opfer dargebracht. Jemand möchte, dass deine Reise weiter geht."

"Jemand?"

"Jemand." Die rotgelockte Frau mit den smaragdgrün leuchtenden Augen lächelt freundlich.

"Welcher Dummkopf!", beginnt Dabu zu poltern, während er sich von der Liege aufrichtet und mit einer unwirschen Handbewegung eine silberne Wasserschüssel umwirft, die scheppernd zu Boden fällt. "Welcher verdammte Dummkopf hat mich zurückgeholt?", er schnappt nach Luft, "Dort wurden Lieder über mich gesungen! Die derbsten Shanties, die je ein Seemann gehört hat! 'Dabu, Furchtbringer der Wilden Küste' haben sie mich gerufen. Und es gab Rum aus goldenen Kelchen! Im Überfluss! Bringt mich zurück!"

"Ich fürchte, das liegt nicht in unsere Macht", gibt sie zurück und zeigt ihr verführerischstes Lächeln, während sie ihn zart an der linken Schulter berührt und mit sanftem Druck festzuhalten sucht.

"Pah! Dann lasst mich gehen!"


Schönheit und Sanftheit der Priesterinnen der Sune beeindrucken den grade von den Toten zurück gekehrten Piraten nicht und beim Verlassen des Badehauses von Port Nyanzaru versetzt er der Spendensammelbox einen ordentlichen Tritt. Er beißt die Zähne zusammen - niemand soll bemerken, dass er sich grade einen Zeh gebrochen hat.

Goldene Morgenröte

Sein erster Weg führt ihn an den Hafen; sein zweiter in eine Hafenbar. Der Wirt, ein alter Tabaxi mit nur einem Auge, stellt keine Fragen und serviert einen ordentlichen Grog. Mehrere ziemlich gute Grogs. Nein, sogar deutlich zu viele hervorragende Grogs, bei denen Dabu über die abenteuerliche Reise nachdenkt, die hinter ihm liegt. Was hatte die Rothaarige gesagt?

"Jemand will, dass deine Reise weiter geht", äfft er sie laut nach und der neben ihm sitzende Chulter Hafenarbeiter hebt kurz den Kopf von der Theke, um sich Speichel aus dem Gesicht zu wischen und gleich weiter zu schlafen.

Wenn er auch nicht weiß, wer "Jemand" ist, so weiß er doch genau, wohin ihn seine Reise als nächstes führen wird: Heim zu Zug Zug, um seinen Wettgewinn einzustreichen. Denn dafür, dass es diesen dusseligen Todesfluch nie gegeben hat, ist er selbst ja schließlich der beste Beweis. Als er nach vielen Stunden die Bar verlässt, schwankt er gefährlich über den hölzernen Anleger, der weit ins Hafenbecken reicht, um sich an dessen Ende in hohem Bogen ins Wasser zu erleichtern und dabei albern kichernd hinüber zur Statue von Na N'buso zu salutieren.


Und dann hat er eine Idee.

Handwerkskunst

Am nächsten Morgen macht er sich auf den Weg ins Marktviertel der Stadt, um sich umzusehen und einen ganz bestimmten Handwerker zu finden. Er fragt sich an den Ständen von Obst- und Teppichhändlern durch, schließlich findet er einen Laden in einem staubigen Hinterhof und betritt ihn durch einen offen stehenden, verdreckten Vorhang. Ein überaus schmutziger, älterer Chulter mit wirrem Haar und zauseligem Bart ist in seine Arbeit vertieft und schreckt hoch, als er den Eindringling bemerkt: "H.. Hie, hier.. hier gibt's absolut nichts zu holen", stammelt er und weicht hinter seinen Arbeitstisch zurück.
"Ich beabsichtige das zu ändern, Hasenfuß!" gibt Dabu mit einem spöttischen Grinsen zurück und wirft einen Beutel mit Münzen auf den Tisch.


Einige Wochen später betritt er den Laden erneut. In der Zwischenzeit hat er sich aufgrund einer Anzahl gutgemeinter Ratschläge einer Anzahl wohlmeinender Herren in schneeweißen Roben, die ihre Hände mit Schlagringen und dornenbesetzten Knüppeln schmücken und sehr entschlossene Augen haben, dafür entschieden zum Badehaus zurück zu kehren und aus Dankbarkeit für seine Wiederbelebung freiwillige Gemeindearbeit zu leisten.
Dann und wann besuchte er auch die Hafenbar von Goldene Morgenröte - der schweigsame Tabaxi stellte sich im Laufe der Zeit als angenehmer Zechgeselle heraus - auch wenn Dabu am Ende des Abends meist der einzige Betrunkene und immer der einzige Zahlende gewesen war.
In der Tiryki Ankerstelle fand er Kaa, die ihm half seine Angst vor Schlangen zu besiegen. Kaa wurde zu seinem ständigen Begleiter und reckt ab und ab seinen schuppigen Schädel aus Dabus Gürteltasche, um eine Maus oder einen unvorsichtigen Almiraj zu schnappen.


Dabu betritt also den Laden erneut und wird freudig begrüßt. Der alte Handwerker trägt immer noch die gleichen, verschmutzten Klamotten, aber sein Bart ist modisch geschnitten und sein Haar ist fest nach hinten gebürstet und zu einem Zopf gebunden.

Dabu

"Ist es fertig?", fragt Dabu mit den vor Freude strahlenden Augen eines Fünfjährigen, der einen neuen Schlitten zu Weihnachten erwartet. Der Alte verneigt sich theatralisch und weist den Weg in den hinteren Bereich der Werkstatt, wo etwas Großes unter einem weißen Tuch verborgen liegt. "Sehr gut!", feixt der Halb-Ork, "bringen wir es an seinen Platz!"

Bringen wir es an seinen Platz

Dabu selbst führt die Prozession von gut zwei Dutzend Handlangern an, die mit Hilfe von einigen zahmen Allosauriern einen tiefliegenden Karren mit einem 9 Fuß hohen und fast genauso breiten, mit einem Tuch verhüllten Gebilde durch die Straßen von Port Nyanzaru ziehen.

Vorbei an fliegenden Händlern und ihren so gut wie immer um wenigstens ein paar Silberstücke betrogenen Kunden und vorbei an den von Hütchenspielern ausgenommenen Touristen sowie den Einheimischen, die in ihrer Arbeit inne halten. Einige schließen sich dem Treck an - die Bewohner von Port Nyanzaru sind zum einen sehr neugierig und zum anderen hoffen sie immer auf ein Straßenfest, das jemand anderes für sie ausrichtet - denn der Anführer dieses Umzugs hat sich in den vergangenen Wochen einen Namen in der Hafenstadt gemacht. Es folgen weitere und schließlich nimmt das Gemurmel des Zuges so eine Lautstärke an, dass selbst die Marktschreier des Roten Bazars auf ihn aufmerksam werden und ihre Geschäfte für einen Moment vergessen. Für einen sehr kurzen Moment selbstverständlich, denn ein Hökerer auf dem Roten Bazar ist immer sehr damit beschäftigt den reichen Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen und er legt auch allergrößten Wert darauf, es ausschließlich den reichen Leuten aus der Tasche zu ziehen. Wer vermutet, dass dies mit Anstand oder Nächstenliebe zu tun habe, liegt allerdings völlig falsch: Es liegt ausschließlich daran, dass arme Leute kein Geld haben.


Endlich erreicht der Tross sein Ziel und die neugierigen Begleiter bilden einen großen Kreis um den Karren. Dabu wendet ihnen den Rücken zu und nickt wortlos aber vielsagend in Richtung des Handwerkers. Mit wenigen Silben und ein paar geschwinden Gesten instruiert dieser die Arbeiter; wenige Augenblicke später sind die Räder des Karrens abgeschlagen und mit einem lauten RRRUMMMS rutscht das verhüllte Gebilde auf den staubigen Grund.


"Bürger von Port Nyanzaru", bricht Dabu die Stille und räuspert sich. Nicht, weil er einen Frosch im Hals hätte, sondern weil er in den letzten Wochen einigen Predigern beim Großen Kolosseum zugehört und gelernt hatte, dass dies eben zum guten Ton gehört. "Seht die Helden von Chult! Die Eroberer Omus, Rächer von Camp Rache, die Jäger des Federkönigs, Bezwinger des Krokodils, Verheerer des Hexenzirkels, Finder der mysteriösen Würfel und Schlächter des Schlangenkultes! Die Recken, die den finsteren Ras Nsi erschlugen und ihr Leben für euch gegeben haben" und damit zieht der alte Bildhauer das Tuch von dem riesigen marmornen Monument. Er hat sich einige künstlerische Freiheiten genommen - so wie auch Dabu, der die Geschichte der Helden in den letzten Wochen zu jeder sich bietenden Gelegenheit in der Stadt erzählt hat, das ein oder andere Detail ergänzt und ausgeschmückt hat.


In der Mitte der Skulptur steht ein riesiger Kerl in einer Panzerrüstung, 9 Fuß groß und auf eine gewaltige Kriegsaxt, die von einer Schlange umschlungen wird, gestützt. Zu seiner Rechten eine Kriegerin, einen Kopf kleiner als der Hüne, mit kurz geschnittenem Haar, in einem Schienenpanzer, der drei Blitze in die Brust graviert hat. Sie reckt einen mächtigen Kriegshammer in die Höhe.

Zu seiner anderen Seite eine streng blickende Frau, die einen gespannten Bogen im Anschlag hält, einen Pfeil angelegt, der den Betrachter zu durchbohren drohte, wäre er nicht aus feinstem Marmor gehauen. Neben ihr, mit gesenktem Kopf, wie ins Gebet vertieft, steht ein zierliches Mädchen. Ihre Robe zeigt die Stickerei einer Knochenhand, die eine Waage hält. Direkt neben der Kriegerin steht eine schlanke Dame mit langem Haar, die Augen geschlossenen und den Kopf leicht in den Nacken gelegt, ihre beiden vor ihrer Brust ausgestreckten Hände scheinen ins Netz der Magie zu greifen und einem gewaltigen Strahl aus Energie zu weben. Neben ihr ein älterer Mann in einfachen Roben, die von einer Schärpe gehalten werden. Er trägt einen Stab, in dessen Ende ein bedrohlich fauchender Jaguarkopf geschnitzt ist. Vor ihnen auf dem Boden sitzt ein Tiefling mit geflochtenen Zöpfen und weit aufgeknöpftem Hemd, der auf einer Laute spielt und dazu lauthals singt. Das Bild schließt ein weiterer Hüne, fast so groß wie der erste. Mit kahlrasiertem Kopf und blanker Brust reckt er beide Fäuste in den Himmel und zeigt ein wölfisches Grinsen, das vor Kampfeslust strotzt.


"Golgamat. Grace. Caelynn. Ivarel. Maharet. Juma. Lucard. Wolf", langsam und andächtig spricht Dabu die Namen seiner toten Gefährten aus. "Merke dir ihre Namen, Port Nyanzaru! Trage ihre Namen im Wind, Chult! Vergesst sie niemals und haltet ihr Andenken in Ehren! Das Abenteuer rief sie nach Chult und in Chult sind sie geblieben. Wenn euch, ihr braven Bürger dieser großartigen Stadt, einmal das Abenteuer ruft, dann zögert nicht! Denn es ist sehr einfach mutig dorthin zu gehen, wo noch niemand zuvor jemand hingegangen ist - die Kunst liegt darin, dem Tod in den Rachen zu blicken, seine Goldzähne zu stehlen und zurück zu kehren!"


Die Menge jubelt, aber Dabu ist sich nicht mehr ganz sicher, ob das genau der Satz gewesen war, den Goldene Morgenröte im aufgeschrieben hatte. Er hat seine Notizen dummerweise gestern Abend in der Bar liegen gelassen und improvisiert grade. Um ganz sicher zu gehen fügt er noch in wachsender Lautstärke einige der Slogans an, die er auf den Rekrutierungspostern der Flaming Fist gelesen hatte:

"Tut mehr als nur zu existieren! Das Abenteuer wartet, findet es! Nicht alle die wandern, haben sich verlaufen! Wenn keine Gelegenheit anklopft, dann baut eine verdammte Tür!"

Aber den letzten Satz kann die Menge schon nicht mehr über ihr eigenes Gejohle hören. Also hebt Dabu einen goldenen Kelch und ruft: "Wolfs Buschwächter! Wolfs Buschwächter! Wolfs Buschwächter!" und die Menge stimmt mit ein, ruft ihre Namen und feiert die Helden.


Später am Abend, als Dabu alleine auf der Hafenmauer sitzt und den letzten Schluck der letzten Flasche Rum in seinen Kelch gegossen hat, schüttet er einige Tropfen davon ins ruhige Wasser unter ihm und prostet den Sternen zu. "Ich werde euch vermissen, Freunde", sagt er und schnappt nach einer durch die Dämmerung schwirrenden Fliege.

Dabu

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